Ryzovna (Seifen)

Ein verschwundenes Dorf, ein verschwundener Friedhof

und der Gedenkstein an die gefallenen Helden des Ersten Weltkrieges

 

Wie schon in der Überschrift zu lesen ist, handelt es sich hier um 3 Denkmäler an nahezu einer Stelle.

Fangen wir an mit dem verschwundenen Dorf.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurden Wälder gerodet und der Grundstein für einen neuen Ort in den Höhen des Erzgebirges gesetzt. Bis zum 19. Jahrhundert war in der Namensgebung noch etwas Unordnung, was sich dann jedoch durch einen politischen Umschwung und der Ortszugehörigkeit erübrigte. 

1807 wurde die katholische Kirche "Zum Heiligen Wenzel" errichtet und eingeweiht. Im Jahr 1939 hatte der Ortskern 76 Häuser und 460 Einwohner. 99% der Einwohner waren Deutsche, welche mit der Vertreibung 1945 ihre Heimat verloren!

68 Häuser wurden abgetragen. Das Ende dieses Dorfes war besiegelt. Als Letztes verschwand 1968 die Kirche und der Friedhof, zu welchem wir in Folge noch kommen. An dieser Stelle, wo einst die Kirche stand, steht nun diese Gedenkstätte und erinnert an eine harte, aber glorreiche Zeit der Deutschen!

Der im Jahre 1968 verschwundene Friedhof der einstigen Gemeinde Seifen war hinter dem Denkmal für die Kirche, auf der heutigen anderen Straßenseite. Wir werden dazu jetzt nicht weiter schreiben, sondern die Bilder für sich sprechen lassen.

Den Helden der Heimat des Ersten Weltkrieges wurde der Gedenkstein gelassen und vermutlich auch später erneuert und gepflegt. Auf diesem Stein sind nicht nur die Helden von Seifen verewigt. Auch von den Ortsteilen "Goldehöhe" sowie "Halbmeil", welches noch existiert, sind die Gefallenen in Stein geschrieben!